Fussbodenheizung – komfortabler geht es nicht

51dEs8aeaCL - Fussbodenheizung - komfortabler geht es nichtAngenehm warme Füße nach dem Aufstehen im Bad, das ist ein Wunsch den viele hegen und sich entsprechend nichts sehnlicher wünschen als eine Fußbodenheizung. Besonders im Winter, wenn die Fliesen kalt sind, kann die Laune bereits am frühen Morgen in den Keller sinken. Eine Fußbodenheizung kann Abhilfe schaffen und ist sogar mit einem überschaubaren Aufwand nachrüstbar – vor allem dann, wenn eine Renovierung ansteht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fußbodenheizungen liefern eine sanfte Wärme und steigern den Komfort enorm – vor allem im Badezimmer.
  • Durch die geringe Aufbauhöhe sind Fußbodenheizungen leicht nachrüstbar. Das ist vor allem ideal, bei Altbausanierungen.
  • Bei Fußbodenheizungen handelt es sich um bedarfsabhängige Direktheizungen, was zum Teil sogar zu einer Einsparung von Energiekosten führt.

Mehr Wohnkomfort mit einer Fußbodenheizung

Bereits die alten Römer wussten die Vorteile der Fußbodenheizung zu schätzen. Jedoch geriet ihr Wissen über viele Jahrhunderte hinweg in Vergessenheit. Die spezielle Art Wohnräume behaglich zu temperieren erlebte erst in den 1970iger Jahren seine Renaissance. Für den Einbau einer solchen Heizung entscheiden sich mittlerweile 50% aller Bauherren und auch bei der Sanierung und Renovierung be Umbau- und Sanierungsvorhaben werden viele Immobilien mit Fußbodenheizungen ausgestattet.

Die Vorteile dieser Heizungsart liegen klar auf der Hand: Platz für Heizkörper wird nicht benötigt und somit ist es möglich, die Räume freier zu gestalten — eben ohne auf die Belange des Heizungssystems zu achten.

Die Wärme unter den Füssen ist sehr angenehm und nicht umsonst heißt es im Volksmund: Den Kopf kühl und die Füße warm halten. Zudem heizen diese Niedertemperaturheizungen sehr effizient und werden mit niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben. Eben aus diesem Grund sind die Fußbodenheizungen eine perfekte Kombination mit umweltfreundlichen Wärmepumpen und Solarthermie-Anlagen.

Doch auch aus gesundheitlichen Gründen entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Fußbodenheizung. Denn in den gleichmäßig temperierten Räumen haben Schimmelpilze und Hausstaubmilben keinerlei Chancen und selbst die Staubbelastung der Raumluft wird deutlich reduziert. Zum Teil wird eine Fußbodenheizung sogar zur Kühlung bzw. Klimatisierung von Räumen genutzt.

Die Vorteile Die Nachteile
 

Schnelle und angenehme Wärme

Einfach nachzurüsten

Mit den meisten Bodenbelägen kompatibel

Gleichmäßig temperierte Räume – somit keine Schimmelbildung

Staubbelastung wird reduziert

 

Hohe Einbaukosten

Fußbodenbeläge müssen einen geringen Wärmewiderstand aufweisen

 

Das Vorhandensein einer Fußbodenheizung ist für viele Mieter und auch Käufer ein wichtiges Auswahl- und Entscheidungskriterium. Allerdings stellt das nicht das pure Verlangen nach Luxus dar, sondern es gibt viele Gründe für, sich für eine Wohnung bzw. Haus mit Fußbodenheizung zu entscheiden. Zum einen verteilt die Fußbodenheizung die Wärme gleichmäßig und verhindert zugleich die Entstehung von Kältebrücken.

Die wasserbetriebenen Fußbodenheizungen sind in den meisten Fällen in den Neubauten zu finden bzw. zu realisieren. Dagegen sind die elektrischen Ausführungen leicht nachrüstbar, da sich das Raumempfinden aufgrund der geringen Aufbauhöhe kaum verändert. Daher ist es sogar möglich, aus einem Altbau bzw. einer Altbau-Eigentumswohnung eine Wellness-Oase zu machen.

Die Fußbodenheizungstypen: Wasser oder Strom?

Beim Einbau einer Fußbodenheizung besteht die Auswahl zwischen der Warmwasser- und der elektrischen Fußbodenheizung. Bei erster gibt es zwei verschiedene Kategorien: die Nass- und Trockensysteme. Während beim Nasssystem die Heizungsrohre im Estrich des Fußbodens verlegt werden, werden bei einem wassergeführten Trockensystem die Heizungsrohre in Platten verbaut, die über dem Estrich verlegt sind. Zumeist weisen die Platten eine Aufbauhöhe von drei bis fünf Zentimeter auf. Damit erhöht sich die Raumhöhe subtil, aber sich spürbar verändert, vor allem dann, wenn eine Stufe entsteht.

Die Qualitätsmerkmale einer Fußbodenheizung

Als Erstes ist anzumerken, dass ein höherer Preis bei der Anschaffung einer Fußbodenheizung kein Qualitätsmerkmal darstellt. Sicherlich hat gute Qualität seinen Preis, wie bspw. da viel investiert wurde, um die Technologie zu entwickeln, aber auf der anderen Seite muss günstig nicht immer gleich billig bedeuten. Meist kosten die einfachen elektrischen Fußbodenheizungen weniger als die Premium-Systeme. Solange das Mindestmaß an Sicherheit gegeben ist, muss die Qualität darunter nicht leiden.

Zum Beispiel kann die Erfahrung des Herstellers mehr aussagen, als der Preis. Beispielsweise ist das dann der Fall, wenn sich die Heizsysteme und die Fußbodenheizungen auf dem Markt etabliert haben und der Hersteller als Spezialist für solche Heizungssysteme gilt.

Ein weiteres gutes Indiz ist die hohe Kundenzufriedenheit. Oft können Kundenbewertungen und -Meinungen online nachgelesen werden. Oft verweisen die Fachhändler auch auf Referenzobjekte, in denen sie bereits Fußbodenheizungen verlegt haben. Sie bieten damit den Interessierten die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild über die bestehende Fußbodenheizung zu machen. Hier zeigt sich dann ebenfalls, wie wichtig es ist, dass die Fußbodenheizung richtig verlegt ist. Denn ist das nicht der Fall, dann kann auch die beste Qualität unbefriedigende Ergebnisse liefern.

Trotz alle dem spielen auch die Materialqualität und Verarbeitung bei den Elektro-Fußbodenheizungen eine wesentliche Rolle. In diesem Zusammenhang ist die Sprache von:

  • Heizleiter
  • Beschichtungen
  • Trägermaterialien und Fixierungen
  • Führenden Teilen und Verbindungsstücken

Gleiches gilt ebenfalls für die Steuerungs- und Regelungseinheiten wie den Anschluss-, Steuerung- und Zubehörteilen der elektrischen Heizung. Auch diese Teile sind für die Leistung der Fußbodenheizung mit verantwortlich.

Die Hersteller verbürgen sich mit ihrem guten Namen oder eine Marke für die Qualität ihrer Heizungen oder Heizungssysteme. Durch eine lange Gewährleistungszeit, die bis zu 15 Jahre betragen kann, drücken die Hersteller oft ihre Überzeugung aus.

Der Bodenbelag bestimmt die maximale Heizleistung

Maßgeblich bestimmt der Bodenbelag, unter dem die elektrische Fußbodenheizung installiert ist, welche Heizleistung das System bietet:

Bodenbelag Empfohlene Heizleistung
Granit, Fliesen & Marmor Zum einen sind diese Materialien nicht wärmeempfindlich und zum anderen dafür gelegentlich weniger wärmedurchlässiger. Daher gilt es in diesem Fall zu einer Fußbodenheizung mit höherer Heizleistung von mind. 160  W/m² zuzugreifen.
Laminat, Parkett & Kork Das Problem ist, dass diese Bodenbeläge relativ hitzeanfällig sind. Aus diesem Grund sollte eine Fußbodenheizung mit niedriger Heizung von max. 130  W/m² verwendet werden.
Teppich Die meisten Teppichböden sind für die Nutzung einer Fußbodenheizung nicht geeignet, da sie die abgegebene Wärme nicht an den Raum weiterleiten. Jedoch gibt es spezielle Teppiche, die speziell für Fußbodenheizungen produziert werden. Hier gilt es auf die Herstellerangaben zu achten, vor allem in Bezug auf die maximale Heizleistung, wenn der Teppich auf einer Fußbodenheizung verlegt wird.

Ebenso wie bei der Entscheidung für die Fußbodenheizung besteht auch in Hinsicht auf die Wahl des passenden Fußbodenbelages eine große Auswahl. Damit die Fußbodenheizung letztendlich optimal arbeiten und ihre Vorteile ausspielen kann, sollte ein Fußbodenbelag gewählt werden, der die Wärme gut in die Räume weiterleitet. Das bedeutet: Je besser der Bodenbelag die Wärme leiten und je besser der Wärmedurchlasswiderstand ist, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur eingestellt werden.